Aktuelles

Abfallkalender 2021

Aktuelle Nachricht vom 1.12.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

wir alle blicken zurück auf ein außergewöhnliches Jahr. Ein Virus hat weltweit sowohl das  öffentliche als auch das private Leben vor große Herausforderungen gestellt und unser Zusammenleben massiv verändert. 

In der Krise ist schnell klar geworden, dass die Abfallwirtschaft, die wir bisweilen als selbstverständliche Nebensache ansehen, ein systemrelevanter Baustein unserer Gesellschaft ist.

Eine geordnete und reibungslose Abfallentsorgung ist nicht nur aus hygienischen Gründen zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren erforderlich. Sie ist auch Garant zur Versorgung der produzierenden Industrie mit wichtigen Rohstoffen. Ohne eine permanente Belieferung mit Sekundärrohstoffen aus Abfällen wie Altpapier, Glas, Metallen u.ä. oder mit aus Abfällen erzeugter Energie, käme die Produktion wichtiger Waren schnell zum Erliegen. Auf den Punkt gebracht: Ohne Altpapier aus den Haushalten gäbe es weder genügend Lebensmittelverpackungen noch Hygienepapiere. Einen schlagkräftigeren Beweis für die Sinnhaftigkeit der  Abfalltrennung kann es kaum geben. 

Im Landkreis Fulda konnte angesichts der Pandemie fast das gesamte Entsorgungsangebot aufrechterhalten werden.  Das ist nicht selbstverständlich. Vielerorts hat Corona zu erheblichen Einschränkungen in der Abfallentsorgung geführt.

Deutlich verändert hat sich durch Corona das Abfallaufkommen. Mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus oder sind gar in Kurzarbeit. Gastronomiebetriebe sind geschlossen oder nur teilweise ausgelastet. Es wird mehr zu Hause gekocht und es werden verstärkt Lieferdienste genutzt. Das bedeutet auch: mehr Abfall zu Hause. Viele haben Keller und Dachböden aufgeräumt, die Wohnung renoviert oder sich neu eingerichtet.

Seit Beginn der Pandemie gibt es daher erhebliche Beistellmengen neben den Müllgefäßen (insbesondere beim Altpapier und der Gelben Tonne), deren Verladung dadurch mehr Zeit kostet. Entsprechend dauern die Touren der Müllabfuhr länger und können oft erst am Folgetag abgeschlossen werden. Die Anmeldungen für Sperrmüll haben einen Rekordstand erreicht. Gleichzeitig blieben die Wertstoffhöfe wegen des starken Zustroms zu Beginn der Pandemie zeitweise geschlossen. 

Leider mussten wir feststellen, dass in dieser Zeit Abfälle auch vermehrt illegal entsorgt wurden, weil die Bereitschaft fehlte, den Baumschnitt oder die Abfälle aus Entrümpelungen oder Renovierung vorübergehend zu Hause zu lagern. Nach Wiedereröffnung der Wertstoffhöfe war der Andrang groß, und durch die Hygieneanforderungen ist auch weiterhin mit Einschränkungen bei der Abfertigung zu rechnen.

Wir alle kennen die künftige Entwicklung der Infektionslage nicht. Gerade die Abfallwirtschaft muss sehr umsichtig sein. Ein Infektionsgeschehen in Entsorgungsbetrieben oder an zentralen Standorten wie dem Abfallwirtschaftszentrum in Kalbach hätte schwerwiegende Folgen. 

Ich versichere Ihnen, dass alle Beteiligten über alle Maßen engagiert sind, die Leistungen störungsfrei und geordnet abzuwickeln. Besonders danken möchte ich deshalb allen Beschäftigten in den Entsorgungsunternehmen und Entsorgungsanlagen, die mit ihrem Einsatz und ihrem Engagement dazu beigetragen haben, das Entsorgungsangebot aufrechtzuerhalten. 

Gleichzeitig appelliere ich an alle, die Wertstoffsammelsysteme noch intensiver und vor allem nur mit den geeigneten Abfällen zu nutzen. Eine Verschmutzung mit Störstoffen gefährdet den gesamten Rohstoffkreislauf.

Für 2021 möchte ich meine Wünsche auf das Wichtigste konzentrieren. Bleiben Sie gesund!   

Ihr

Frederik Schmitt
Erster Kreisbeigeordneter und Vorsitzender des Zweckverbandes Abfallsammlung