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Bioabfall - Sorgfältigere Sammlung notwendig

Aktuelle Nachricht vom 30.4.2020

Plastik und andere Abfälle gehören nicht in die Bio-Tonne

Sorgfältigere Sammlung erforderlich - Kontrollen werden fortgeführt

 

Vor knapp einem Jahr wurde eine Kampagne zur Verbesserung der Bioabfallqualität im Landkreis Fulda gestartet. Neben einer breiten Öffentlichkeitsarbeit wurde auch die stichprobenartige Kontrolle der Biotonnen angekündigt und umgesetzt. Im Ergebnis können wir feststellen, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger ihre Biotonne sehr bewusst und ausschließlich mit organischen Abfällen befüllen.

Leider sind auch Biotonnen mit erheblichen Fremdstoffanteilen aufzufinden. Davon betroffen sind nicht nur dichtbesiedelte Innenstädte oder Mehrparteienhäuser, sondern auch Einfamilienhäuser im ländlichen Raum. Sehr oft werden die eigentlichen Bioabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Fleisch-, Wurst- und Käsereste oder überlagerte Lebensmittel mitsamt ihren Verpackungen (Kunststoffschalen, Tüten, Folien, Dosen, Gläser usw.) in die Biotonne gegeben. Auch zur Vorsortierung im Haushalt werden in vielen Fällen Plastiktüten verwendet.

Wir können außerdem feststellen, dass viele Bürgerinnen und BQuelle: eigene Darstellungürger zur sauberen Sammlung ihrer Bioabfälle ganz bewusst auf kompostierbare „Plastiktüten“ zurückgreifen. Diese kompostierbaren „Plastiktüten“ stellen im Verwertungsprozess unseres Bioabfalles jedoch erhebliche Probleme dar. Bei Ankunft der Bioabfälle in der Verwertungsanlage hat der Zersetzungsprozess noch nicht begonnen, sodass die Tüte als Ganzes - wie herkömmliche Plastiktüten - aussortiert werden muss, da sie als solche nicht zu erkennen ist. Dadurch gehen viele wertvolle Abfälle für den weiteren Verwertungsprozess verloren. Aufgrund der längeren Zersetzungsdauer verbleiben auch nach Abschluss des Verwertungsprozesses weiterhin Reste dieser Tüten im Kompost und beeinträchtigen dessen Qualität und spätere Verwendung. Deshalb dürfen auch kompostierbare oder abbaubare „Plastiktüten“ nicht in die Bio-Tonne.

Wir empfehlen, Bioabfälle in herkömmliches Zeitungspapier einzuwickeln. Zeitungspapier zersetzt sich schnell und bereitet keine Probleme im weiteren Verwertungsprozess oder bei der späteren Kompostqualität. Außerdem können Sie alte Brötchen- und Bäckertüten (ohne Sichtfenster), Papiertüten oder Papier-Komposttüten zur Sammlung Ihrer Bioabfälle verwenden. Achten Sie dabei unbedingt darauf, unbeschichtete Tüten zu verwenden. Auch Küchenrolle oder Servietten können in kleinen Mengen zum Einwickeln von Bioabfällen verwendet werden.

 

Quelle: Knettenbrech & Gurdulic

Die vor über einem Jahr begonnenen Kontrollen der Biotonnen auf Fremdstoffe wie Verpackungen und Plastiktüten werden weiter fortgesetzt, um eine sortenreine Befüllung zu erzielen. Leider halten sich einige Bürgerinnen und Bürger immer noch nicht an die Vorgaben zur Getrenntsammlung und erschweren so eine sinnvolle Verwertung der gesammelten Bioabfälle. Werden bei den Kontrollen Fremdstoffe festgestellt, wird die betroffene Tonne nicht geleert und mit einem roten Aufkleber versehen! Gleichzeitig erhalten alle Verursacher ein persönliches Anschreiben, in dem Sie über die Störstoffe in ihrer Biotonne informiert werden, mit weiteren Informationen zur sortenreinen Sammlung der Bioabfälle. Sogar ein Bußgeld kann in diesen Fällen festgesetzt werden. 

 

Weitere Informationen zur Getrenntsammlung und Verwertung von Bioabfällen finden Sie hier auf unserer Homepage.