Ehemalige Abfalldeponie Petersberg-Steinau

Die Altdeponie Steinau-Petersberg wurde von 1969 bis 1982 betrieben. In dieser Zeit wurden dort Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbe- und Industrieabfälle des Landkreises Fulda eingelagert. Nach der Schließung Ende 1982 eröffnete die Deponie in Kalbach.
Die Fläche der ehemaligen Abfalldeponie Steinau beträgt rd. 8,8 ha (vergleichbar mit ca. 17 Fußballfeldern).

Die Altdeponie Steinau-Petersberg befindet sich rechts neben der B 27 von Fulda aus kommend in Fahrtrichtung Hünfeld zwischen den Abfahrten Fulda-Bernhards und Marbach.

Nach der Schließung der Deponie wurden die Abfälle zunächst mit Erde abgedeckt. Um mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt durch die abgelagerten Abfälle zu vermeiden wurden nach ausführlichen Voruntersuchungen von 1997 bis 2001 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen mit Gesamtkosten von rd. 6,5 Mio. EUR ausgeführt.
So wurden beispielsweise Einrichtungen zur Fassung und Speicherung von Sickerwässern geschaffen. Das anfallende Sickerwasser wird dann in eine spezielle Behandlungsanlage zum Abfallwirtschaftszentrum nach Kalbach transportiert und dort gereinigt. Weiterhin wurde die gesamte Oberfläche der Deponie mit einer mineralischen Dichtungsschicht versehen, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Zur Fassung und umweltunschädlichen Entsorgung des aus den Abbauprozessen entstehenden Deponiegases (überwiegend Methan) wurden Gassammelleitungen und Gasbrunnen eingebaut.

Aktuell werden zur Optimierung der vorhandenen Gasfassungs- und Verwertungssysteme erneut weiterführende Untersuchungen durchgeführt. Nach Auswertung der Ergebnisse sollen neue Systeme installiert werden, die langfristig eine klima-unschädliche Entsorgung des immer noch anfallenden Restgases aus dem Deponiekörper gewährleisten. Die Maßnahmen erfolgen unter dem Titel „Einsatz geeigneter Technologien zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien“ gemeinsam mit der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) über den Projektträger Jülich (PTJ), die das Projekt mit Fördermitteln unterstützen.

Bild BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare SicherheitBild BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Weitere Informationen zur „Nationalen Klimaschutzinitiative“ finden Sie unter http://www.klimaschutz.de/ und zum „Projektträger Jülich“ unter http://www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen/.