Glas

Bild: "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland AG"Bild: "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland AG"
Altglas kann fast vollständig die für die Glasproduktion benötigten natürlichen Rohstoffe Sand, Soda und Kalk ersetzen. Zudem wird zum Schmelzen von Altglas viel weniger Energie als zum Schmelzen der Naturrohstoffe benötigt.

Bereits seit den 70er Jahren sammeln die Bundesbürger Glasverpackungen getrennt vom übrigen Abfall.

Achtung: Schon kleinste Verunreinigungen gefährden die Glasproduktion (Beispiel: In einer Tonne Altglas dürfen höchstens 25 Gramm Keramik oder Porzellan enthalten sein). Geben Sie deshalb kein Porzellan, Steingut, Keramik, Fenster-/Drahtglas, Glasbausteine, Glühbirnen, hitzebeständiges oder optisches Glas in die Glascontainer!

Verwertung

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Wichtig ist, dass das Altglas nach Farben getrennt in die Sammelcontainern gelangt. Denn weißes Glas kann nur aus reinem weißen Altglas hergestellt werden. Auch Braunglas verträgt nur geringe Mengen anderer Glasfarben, lediglich für Grünglas können auch größere Mengen andersfarbiger Glasscherben verwendet werden.

Übrigens: Damit sich die verschiedenen Glasfarben nicht mehr vermischen können, werden die Glascontainer von einem speziellen Fahrzeug entleert, dessen Ladefläche mit Trennwänden in verschiedene Kammern getrennt ist!

Bilder: "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland AG"Bilder: "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland AG"
In der Aufbereitungsanlage werden zunächst grobe Fremdstoffe und Fehlwürfe (z.B. Glühbirnen, Keramik, Porzellan, Spiegel, Kunststoffe u.ä.) aussortiert.

Danach wird das Glas zerkleinert. Ein Magnetabscheider trennt Flaschenverschlüsse und andere Metallteile ab. Etiketten landen im Papiersauger.

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Die Scherben werden gesiebt und noch einmal genau sortiert, um auch die letzten Fehlfarben und Fremdstoffe zu entfernen. Nur durch eine sorgsame Aufbereitung des Altglases kann wieder hochwertiges Glas produziert werden.

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Das fertig aufbereitete Altglas wird in der Glasfabrik mit geringen Mengen der natürlichen Rohstoffe Sand, Soda und Kalk vermischt und bei 1.200 bis 1.500 Grad Celsius in Schmelzpfannen geschmolzen.

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Aufs Gramm genau dosiert, wird das flüssige Glas an die Formgebungsmaschine weitergeleitet und dort zu neuen Glasbehältern ausgeblasen. Nach der stufenweisen Abkühlung in einem Kühlofen sind sie für eine erneute Verwendung bereit.

So kann Glas unendlich und ohne Qualitätsverlust recycelt werden.