Kunststoffe

Kunststoff (Rohstofflich)

Bild: "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland AG"Bild: "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland AG"
Wegen der Vielfalt vorhandener Kunststoffe können nicht alle voneinander getrennt werden. Viele werden deshalb als "Mischkunststoffe" zusammengefaßt und vorwiegend rohstofflich verwertet.

Kunststoffe bestehen aus Erdöl. Mit Hilfe chemischer Reaktionen können sie wieder in ihre Grundsubstanzen zerlegt werden, die wie Erdöl vielfältig eingesetzt werden können (für neue Kunststoffe, Farben, Klebstoffe u.ä.). Jedoch ist auch für die rohstoffliche Verwertung zunächst eine Aufbereitung der Verpackungskunststoffe notwendig.

Verwertung

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Das Altkunststoffgemisch wird zunächst zerkleinert und von Schmutz und Störstoffen befreit. Ein gesonderter Waschvorgang ist nicht erforderlich. Durch Druck und Reibungshitze werden die Kunststoffteilchen angeschmolzen und zu kleinen Kügelchen geformt. Dieses sog. "Mischkunststoff - Agglomerat" kann dann für verschiedene rohstoffliche Verwetungsverfahren verwendet werden.

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Das erzeugte "Mischkunststoff - Agglomerat" kann als Reduktionsmittel zur Gewinnung von Roheisen eingesetzt werden. Die im Hochofen entstehenden Synthesegase entziehen dem Eisenerz den Sauerstoff, so dass das hierzu sonst übliche Schweröl eingespart werden kann.

Ein anderes Verwertungsverfahren ist die "Hydrierung". Hierzu muss das Kunststoffagglomerat durch Hitze und Druck verflüssigt werden ("Depolymerisation"). In Reaktionsbehältern mit hohem Druck und Zugabe von Wasserstoff werden die Molekülketten des Kunststoffs aufgespalten. So entsteht ein synthetisches Rohöl, aus dem neue Produkte (Kunststoffe, Farben, Klebstoffe usw.) hergestellt werden können.

Kunststoff (Werkstofflich)

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Kunststoffe lassen sich nicht nur rohstofflich, sondern auch werkstofflich verwerten, d.h. zu neuen Kunststoffprodukten verarbeiten.
Hierzu müssen jedoch die verschiedenen Kunststoffe voneinander getrennt werden.

Da der Kunststoff bei Kunststoffflaschen und Kunststofffolien bereits fast sortenrein vorliegt, werden insbesondere solche Kunststoffverpackungen werkstofflich verwertet.

Verwertung

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Nach der Grobsortierung werden die Kunststoffe zunächst zerkleinert und gewaschen. Sofern die verschiedenen Kunststoffe nicht bereits bei einer Vorsortierung getrennt werden konnten, müssen sie anschließend noch voneinander getrennt werden. Dies geschieht nach ihrem jeweiligen spezifischem Gewicht durch aufwendige technische Verfahren (z.B. "Schwimm-Sink-Verfahren", "Zentrifugen", "Hydrozyklon" u.ä.).

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Nach dem Trocknen werden die voneinander getrennten Kunststoffteile in einem "Extruder" geschmolzen und dann zu einem sortenreinen Granulat verarbeitet, das als Ausgangspodukt für die Herstellung neuer Kunststoffprodukte dient.

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Die Verarbeitung eines solchen sortenreinen Kunststoffgranulats zu neuen Kunststoffprodukten ist relativ problemlos, da sie im wesentlichen den Produktionsvorgängen mit Neuware entspricht.

So entstehen insbesondere neue Kunststofffolien, Kunststoffflaschen, Getränke- und Blumenkisten, Kabelisolierungen und vieles mehr aus recycelten Altkunststoffen.